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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst im Detail

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Das FSJ ist ein Bildungsjahr für junge Menschen. Es bietet die Chance, seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, die Möglichkeit, unsere Gesellschaft mit zu gestalten, das Erfahren von Gemeinschaft, berufliche Orientierung und das Kennenlernen sozialer Berufsfelder.

Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für das FSJ ist das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten vom 16.05.2008.

Alter

Alle Personen, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können sich sich für ein FSJ bewerben.

Dauer

Das FSJ dauert in der Regel 12 Monate, mindestens 6 Monate. Es kann auch auf 18 Monate verlängert werden. Das FSJ ist eine Vollzeitbeschäftigung.

Urlaub

Der Urlaub richtet sich nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag der Einsatzstelle.

Vergütung/Taschengeld

Die maximale Höhe des Taschengeldes liegt bei 381 €. Die Einsatzstellen können den Freiwilligen für Unterkunft und Verpflegung Geldersatzleistungen gewähren. Gesetzliche Leistungen wie Kindergeld oder Waisenrente bleiben erhalten.

Sozialversicherung

Die Einsatzstelle übernimmt alle Sozial­versicherungs­beiträge einschließlich Krankenversicherung. Die Freiwilligen sind gesetzlich unfallversichert.

Einsatzstellen

Praktische Mitarbeit und Engagement sind u.a. in Kinder- und Jugendhilfe­einrichtungen, Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder in Seniorenheimen möglich.

Einsatzbereiche

Pflege- und Betreuungsdienste, Kinder- und Jugendbetreuung.

Arbeitsmarktneutralität

Die Tätigkeit ist arbeitsmarktneutral. Sie führt nicht zu einer Verdrängung oder einem Ersatz regulärer Arbeitskräfte, sondern beinhaltet unterstützende Tätigkeiten unter Anleitung hauptamtlicher Fachkräfte.

Seminare

Das FSJ wird durch Seminare pädagogisch begleitet. Die Gesamtdauer der Seminartage beträgt mindestens 25 Tage (5 Seminarwochen) bei einer zwölfmonatigen Tätigkeit.

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

(ab 01.07.2011)

Der BFD steht Männern und Frauen jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht offen und fördert das lebenslange Lernen. Es werden soziale, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl gestärkt.

Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage ist das Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst vom 28. April 2011.
Start des BFD ist der 01.07.2011.

Alter

Alle Personen, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, gleich welchen Alters, können sich für den Bundesfreiwilligendienst bewerben.

Dauer

Der BFD dauert in der Regel 12 Monate, mindestens 6 Monate. Er kann auch auf 18 Monate verlängert werden. Der BFD ist bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres eine Vollzeitbeschäftigung. Ab dem 28. Lebensjahr ist auch eine Teilzeitbeschäftigung von mehr als 20.5 Stunden in der Woche möglich. Das Taschengeld wird dann entsprechend gekürzt.

Urlaub

Der Urlaub richtet sich nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag der Einsatzstelle.

Vergütung/Taschengeld

Die maximale Höhe des Taschengeldes liegt bei 381 €. Die Einsatzstellen können den Freiwilligen für Unterkunft und Verpflegung Geldersatzleistungen gewähren. Im BFD wird künftig Kindergeld gezahlt werden. Wie bei den Jugendfreiwilligendiensten wird künftig auch die Zahlung des Kindergeldes gesetzlich geregelt.

Sozialversicherung

Die Einsatzstelle übernimmt alle Sozial­versicherungs­beiträge einschließlich Krankenversicherung. Die Freiwilligen sind gesetzlich unfallversichert.

Einsatzstellen

Praktische Mitarbeit und Engagement sind u.a. in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder in Seniorenheimen möglich.

Einsatzbereiche

Pflege und Betreuungsdienste, Kinder- und Jugendbetreuung, handwerkliche Tätigkeiten, gärtnerische Tätigkeiten, Versorgungstätigkeiten.

Arbeitsmarktneutralität

Die Tätigkeit ist arbeitsmarktneutral. Sie führt nicht zu einer Verdrängung oder einem Ersatz regulärer Arbeitskräfte, sondern beinhaltet unterstützende Tätigkeiten unter Anleitung hauptamtlicher Fachkräfte.

Seminare

Der BFD wird durch Seminare pädagogisch begleitet. Die Gesamtdauer der Seminartage beträgt mindestens 25 Tage (5 Seminarwochen) bei einer zwölfmonatigen Tätigkeit. Davon entfallen fünf Tage auf ein Seminar zur politischen Bildung. Für Freiwillige über 27 Jahre ist ein Bildungstag pro Monat verpflichtend.